Motorradbekleidung

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Grundsätzlich wird bei der Wahl der Bekleidung zwischen zwei Materialien gewählt: Leder und Textil.

lederLeder
Leder-Anzüge werden meist aus Rindsleder oder Ziegenleder hergestellt. Känguruleder hat sich mittlerweile als leichtere und dünnere, aber ebenfalls reissfeste Alternative etabliert.
Leder bietet einen grösseren Schutz gegen Abrieb als Textilien. Zudem hält es  länger und zeigt weniger Verschleisserscheinungen als Textil.

Lederstärken
Leder-Anzüge sollten aus Material von einem Millimeter bis zu 1,5 Millimetern Dicke gearbeitet sein, um bei einem Unfall ausreichend vor Abrieb zu schützen.  Bei einer Stärke von etwa 1,4 Millimetern dämpft Leder einen Aufprall besser ab als einfache Textilstoffe. Ist das Leder indes zu dick, leidet der Tragekomfort: Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt und der Motorradfahrer schwitzt unter seiner Lederkombination.

Kühles Leder (cool leather)
Kühles Leder, oftmals auch mit der englischen Bezeichnung "cool leather" deklariert, ist ein speziell gegerbtes Leder, dessen Oberfläche nicht so warm wird wie die von normal behandeltem Leder. Das kann für die Innentemperatur einen Unterschied von bis zu zwölf Grad Celsius ausmachen. Ein positiver Nebeneffekt ist zudem, dass das kühle Leder weniger lichtempfindlich ist und dementsprechend weniger ausbleicht.

Wasserabweisendes (hydrophobiertes) Leder
Leder ist von Natur aus nicht wasserdicht. Eine Lederkombination trocknet nach einem Regenschauer nur langsam und kann zudem die Form verlieren. Deshalb müssen Regenhose und Jacke zusätzlich gekauft werden oder es muss speziell behandeltes Leder gewählt werden. Dann bleibt der Motorradfahrer zwar auch bei langen Regengüssen trocken, er muss jedoch auch schwerer tragen als bei nicht behandeltem Leder oder Textil, da die zusätzliche Schicht das Gewicht der Bekleidung erhöht.

Textil
Textilanzüge bestehen aus mehreren Lagen. Die äussere Schicht ist die abriebfeste Materialschicht: Dafür hat sich die aus Polyamid hergestellte Nylonfaser Cordura bewährt. Zur Erhöhung der goretexAbriebfestigkeit wird diese oftmals mit reissfesten Kevlarfasern verstärkt. Hinzu kommt eine spezielle Beschichtung und dünne Spezialmembranen wie Goretex oder Sympatex, die zwischen Aussenschicht und Futter eingearbeitet sind und für Wasserdichte sorgen.